Heute (Montag) an diesem wunderschoenen 3.August,
(Garlinde ;) herzlichen Glueckwunsch zum Geburtstag, ich wuensche dir alles Gute, viel Gesundheit und tausend Dinge, die du dir wuenschst, moegen in Erfuellung gehen und noch vieles mehr )
wenn das Wetter heute anaehrend so gut ist, wie es bei uns war koennt ihr schoen im freien Feiern. Denn heute morgen um 7 Uhr haben wir unseren Trip durch den noerdlichsen Zipfel von Neuseeland gestartet. Wir haben uns wie schon erwaehnt ein Auto gemietet und sind zu viert (2 Maedchen, Jesse und ich) gestartet. Es war eine bessere Wahl, selber zu fahren, als mit einem der vielen Busunternehmen. Wir konnten anhalten wo wir wollten und haben unsere eigene Route gewaehlt. Ausserdem war es echt ein Abenteuer auf der linken Seite ueber 500 km an einem Tag zu fahren. Aber es hat Spass gemacht und es war echt cool. Aber vorsicht, die Strassen sind hier laengst nicht so gut ausgebaut, wie in Deutschland. Was hier eine Gute Strasse ist, waere bei uns eine Strasse, mit vielen Schlagloechern und etwas weiter auserhalb, gibt es nur noch Schotterpisten, die wie unsere Waldwege sind, nur Zweispurig. Aber man kommt vorwaerts und die Kiwis legen auf Autos nicht so viel Wert, wie wir. Da Faehrt man mit 100 die Schotterpiste entlang und hofft man schafft wenigstens das naechste Schlagloch zu umfahren, da schlaegt das uebernaechste auch schon zu :D
Aber wie gesagt, die sind hier nicht so hinter Kratzern her, wie wir. So ging es dann also los.
Zuerst ging es dabei mit dem Auto nach Kawakawa, eine kleine Stadt weiter suedlich von Paihia im Landesinneren. Dort haben wir ein Wasserklosset von dem beruehmten Schweizer Hundertwasser besichtigt, der ueberall auf der ganzen Welt, besonders ausgefallene (und beruehmte) Gebaeude gebaut hat.
Nachdem wir in Kawakawa genug auf dem Klo gesessen haben, sind wir gen Norden aufgebrochen. Wir sind in mitten der Insel ungefaehr 100 km noerdlich nach Kaitaia gefahren. Durch satte, fette Wiesen, leider haben wir nur nicht so viele Schaafe gesehen wie erhofft (aber die sahen wir dafuer kurz vor Cape Reinga umso mehr) und durch grosse Waelder. Wenn es hier einen Berg hoch geht, dann tut es das auch gleich richtig. So ging es andauernd Berg hoch, Berg runter und immer in einem gefuehlten Steigungsgrad von min. 12 Prozent. Ausserdem laesst es sich bei uns schneller fahren. Staendig steht man auf der Bremse, weil die hier so kurvig bauen und man in den Kurven oft bis 60, 50 und sogar auf 30 km\h runterdrosseln muss, will man sich einen Abflug ersparen.
In Kaitaia angekommen, besuchten wir das Kaitaia Kingdom. Dort kann man die beruehmten Kauri-Baeume besichtigen die einen Durchmesser von ueber 10 Metern bekommen koennen. Das ist ganz schoen wuchtig. Ausgestellt wird zum Beispiel ein Baumstamm, der in ein Haus wunderbar integriert wurde. Das Haus wurde um den Baum gebaut und der Baumstamm wurde ausgehoelt. Nun stellt der Baumstamm das Treppenhaus dar, indem man die erste Etage erreicht. Da bekommt man erstmal die groesse, der Baeume und wie klein man im Gegensatz zu ihnen ist, hautnah mit.
Genug von Kauri-Bauemen, haben wir uns dann auf zu Cape Reinga gemacht. Das waren schoene Strassenkilometer. Vorbei an nichts. Ab und zu kam eine Farm vorbei und ganz selten nur ein Auto. Um 11:30 Uhr sind wir dann am noerdlichsten Punkt Neuseelands angekommen. Sehr schoen, aber auch irgendwie ein Unwirklicher Ort. Der Maori nach, wandern an diesem Ort, die Seelen der Verstorbenen, in den Himmel. Auch trifft die Tasman Sea auf den Pazifischen Ozean, was ein andauerndes getose und getoene ist. Aber leider konnten wir nicht so lange bleiben, wie erhofft. So machten wir uns schon bald, wieder auf dem Heimweg und verliesen, diesen wahrhaftig magischen und sehr schoenen Ort.
Der Weg zurueck war aber auch von ein paar Hoehepunkten versehen. Wir machten den naechsten Stopp, nur ein Paar Autominuten weiter suedlich. In Te Puki gibt es rieesige Sandduenen. Ich weiss nicht wie hoch, aber als wir oben angekommen waren, mussten wir erstmal tief durchatmen. Es ist ziemlich erstaunlich, das eine Sandduene so steile Haenge haben kann und nur ein paar Schritte weiter beginnt der Wald.
Naechster Stopp Ninety miles beach. Der 90 Kilometer lange Strand, an der Westseite, der sich vom Cape Reinga bis Kaitaia erstreckt ist ein viel besuchter Ort. Eine Menge Bustouren fuehren ihre Passagiere auch hier her, um mit dem Bus, die gesamte Strecke bis zum Cape Reinga auf dem Strand zu fahren. Ein sehr schoener Strand, nur war es leider zu kalt, um sich da mal in das Wasser zu schmeissen, aber der Weg hatte sich trotzdem gelohnt.
Nun fuhren wir erstmal eine ganze Weile. Wir kamen unterwegs ganz schoen ins Taumeln. Wir mussten das Auto um 5 Uhr wieder bei dem Autovermieter abgeben, dass haetten wir aber nicht geschafft. So haben wir angerufen und ihm gesagt, das wir es nicht rechtzeitig schaffen und haben etwas verlaengert. Aber auch nicht so viel. So machten wir dann nur noch einen kurzen Stopp in Kerikeri. Eine Stadt, 10 Autominuten noerdlich von Paihia. Dort ist das erste Haus von Neuseeland errichtet wurden. Aber nach ein paar Fotos mussten wir uns richtung zuhause machen, da wir das Auto abgeben mussten.
(Sorry, mein richtiges zuhause ist das in Deutschland, aber fuer den Moment weiss ich nicht, wie ich den Platz, wo ich zurzeit, lebe treffender beschreiben kann)
Nach soo vielen Ereignissen, vielen Sehenswuerdigkeiten, die wir sehen durften und gefahrenen Kilometern schauen wir nun ein wenig wehmuetig zurueck, da dieser schoene Tag, leider schon zu ende geganen ist. Im Endefekt ging alles so schnell. Aber wir haben ein Tag erlebt, denn wir so schnell nicht wieder vergessen werden und an den wir uns lange errinnern werden.
Viele Gruesse nach Hause
Christoph
Wenn man das so ließt, wird man ja richtig neidisch.. kanst du auch mal was schreiben, was nicht so toll ist..... Gruss Timo
AntwortenLöschenHallo Chrisi,
AntwortenLöschenKompliment für Deinen Blog, den ich mit Interesse immer mal wieder lese.
Ich nenne mein Zuhasue den Ort, an dem ich gerade wohne. Den anderen Ort, wo ich eigentlich hingehöre (Ernst Bloch, der Philosoph, hat sich darüber ausgelassen) nenne ich Heimat. Dieser ist nach Bloch eventuell utopisch. Für mich ist er das nicht sondern er deckt sich im Moment mit meiner geographischen Herkunft und das ist eben Aligse. Er kann sich natürlich im Laufe des Lebens (auch bei mir) ändern.
Alles Gute,
Heiner