Freitag, 3. April 2009
Vom Trekkingrucksack und Abschlussprüfung
Weitere Vorbereitungen...
1. Ein Visa muss beantragt werden, um einreisen zu dürfen. Das Visa ist dabei an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die zu erfüllen sind, damit die einen da unten dann auch reinlassen. Sonst geht es einem noch anschließend wie Tom Hanks in Terminal. Man muss z.B. genügend Geld (Kontoauszug reicht) vorweisen können und zwar garnicht mal so wenig. 4400 NZ$, das sind in etwa 3.200 €. Man muss zwischen 18 und 30 Jahre alt sein man muss einen Rückflug buchen können und noch ein paar weitere Voraussetzungen sind angegeben. Bei der Beantragung nimmt man das erste Mal mit Neuseeländern Kontakt auf. Nämlich dann, wenn man auf die Neuseeländische Seite www.immigration.govt.nz gehen muss um das Visa zu beantragen. Nach ein paar vergeblichen Registrierungsproblemen, an denen ich dummerweise schuld war, weil ich ein viel zu schweres Passwort mit gut 15 Ziffern nehmen musste, klappte es ungefähr nach der fünften Registrierung. Nunja, nach leichten Anlaufschwierigkeiten klappte es dann bei der Beantragung umso besser. Die ganzen Daten waren schnell und unkompliziert eingegeben und am Montag noch beantragt und heute schon am 05.März (Neuseeland ist einen Tag voraus) habe ich schon die bestätigung erhalten. Das ging schnell meine ich. Im Internet und überall lese ich, man sollte sich lange Zeit, mind. sechs Wochen vorher anmelden und das Visum beantragen .... ich hab es schon nach 3 Tagen bekommen. Nunja, von Neuseeländischer Seite ist auf jedenfall alles in Ordnung, jetzt muss ich nur noch die Visabedingungen erfüllen und der Teil wäre schonmal erledigt. Übrigens das Visum kostet 120 NZ$ ungefähr 70 €.
2. Ich hab mir eine Kreditkarte bei der DKB beantragt. Damit kann ich zum einen überall auf der Welt kostenlos an allen Visa-konformen Geldautomaten Bargeld abheben und erspare mir so teuere Transfergebühren. Die DKB Bank ist dabei unschlagbar, was das Preisleistungsverhältnis angeht. Die Kreditkarte ist kostenlos und ein Konto gibt es gratis dazu. Das man zwar nicht braucht, aber einzeln kann man das leider nicht beantragen. Jedenfalls hab ich so das Problem der Geldbeschaffung gelöst. Natürlich werde ich auch ein paar Travellercheques mitnehmen, aber mit der Kreditkarte ist es dann doch ein klein wenig einfacher und man hat das Gepäck nicht voll mit Travellercheques. Übrigens benötigt man für die 120$ für das Visum eine Kreditkarte, da die Kiwis nur die Zahlungsmöglichkeit vorgeben und in meiner Familie hat keiner eine Kreditkarte. So kam ich auch mal in den Genuss, meinem Vater mal etwas neidisch zu machen.^^
3. Der richtige Flug muss gebucht werden. Über welche Erdhälfte möchte man fliegen? Neuseeland ist das entfernteste Land von Deutschland aus und liegt somit fast genau auf der anderen Seite des Globus. Rechtsrum, den nächsten Tag entgegen, ist eine Möglichkeit, mit Zwischenlandung in Bangkog, Singapur, Seoul oder Dubai. Links herum, dem Tag hinerher, über Amerika mit Zwischenlandung in Los Angeles ist die andere mögliche Route die man wählen kann. Ich fliege über Amerika nach Auckland. Während meines Aufenthaltes plane ich dann auch nochmal einen sogenannten Aussi Hoppser. Wenn ich schonmal da bin, will auch auch mal kurz nach Australien fliegen um Koalas und Co. zu sehen. Auf dem Heimflug, wieder über Amerika, will ich dann evtl. noch einen kleinen Zwischenstopp in L.A. einlegen, bevor es ganz nach Hause gehen soll.
4. Versicherungen über Versicherungen für alle möglichen Gefahren sollten abgeschlossen sein, wobei erwehnenswert ist, dass es gar nicht mal viele Versicherungen gibt, die so etwas anbieten, wenn man ein Jahr ins Ausland möchte und gleichzeitig arbeiten will. Jedenfalls konnte ich nicht bei meiner Krankenkasse bleiben, da die solch einen Versicherungsschutz garnicht anbieten. Ich bin jetzt bei ADAC, die bieten solch eine Versicherung zu recht günstigen Preisen und wichtig, da ich ja meine Versicherung hier kündige und nach der Heimkehr in Deutschland keine Versicherung habe, bleibe ich bei der Versicherung über den ADAC noch zwei weiter Monate versichert. In der ich genügend Zeit zum abschließen einer neuen habe.
5. Dann wird evtll. noch ein Internationaler Führerschein benötigt. Nämlich dann, wenn man es evtl. in Betracht zieht, im nicht europäischen Ausland, mit dem Auto herum zu fahren. Ich möchte mir den Fall der Fälle offen halten und habe ihn sicherheitshalber beantragt. Nach dem ich ihn jetzt auch erhalten habe stell ich mir nun doch die Frage, ob ich es nicht doch lieber hätte lassen sollen. Das Ding ist ungefähr so groß wie der Reisepass, hässlich grün/gräulich und somit total umständlich, wenn man sich mal vorstellt, das man den immer dabei haben soll, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Ausßerdem ist er gerademal für 3 Jahre gültig was ich, bei knappen 16 € Anschaffungskosten, für Geldmacherei finde.
6. Natürlich, beinahe von mir vergessen, braucht man auch einen Reisepass, der min. über den Aufenthalt hinaus noch gültig ist. Leider gibt es ihn heute nur noch mit den biometrischen Merkmalen, dass bedeutet, er kostet 45 € und man muss seinen Fingerabdruck scannen lassen, der in dem Reisepass mit eingespeichert wird. Nun gut, da ich über Amerika fliege und Fingerabdrücke da bestimmt eh brauchen werde, habe ich mir das schonmal erspart. Was dabei noch zu erwehnen ist, die Fingerabdruckscanner bei der Stadt funktionieren überhaupt nicht. Mir soll einer mal erklären wie man das machen soll, mal drückt man zu fest, dabei lässt man den Finger gerade mal ganz seicht auf das Ding ab, mal drückt man zu wenig....
7. Eine der schwierigsten und aufwendigsten Aufgaben hab ich dabei noch vor mir. Klamotten kaufen, Schuhe, Rucksack weitere Utensilien, die man dabei so alle braucht. Schuhe habe ich schon und eine Jacke, der Rucksack und so weiter müssen noch besorgt werden.
Das reicht glaube ich, um mal einen Eindruck auf die Vorbereitungen zu geben, die man alle so erledigen muss.
Der Führerschein
Im Internet gibt es viele ja Diskusionen darüber. Da ist die Rede von einem Internationalen Führerschein und ob man einen Internationalen Führerschein braucht. Manche sind der Meinung, derjenige, den man hat, der reicht. Andere sagen ohne einen Internationalen Führerschein geht nichts. Jedenfalls bin ich mal bei uns im Bürgerbüro gewesen und hab mich dort erkundigt und daraufhin mich dazu entschlossen mir lieber einen austellen zu lassen. Die Aussies und Kiwis sollen nicht so streng sein, aber ich will mir im nachinein auch keine Steine in den Weg legen lassen.
Ich plane zwar nicht fest mir da unten ein Auto zu kaufen, aber man kann ja nie wissen was kommt ;)
Jedenfalls, der Führerschein ist beantragt und ich bin gespannt. Zwei bis drei Wochen soll es dauern und ich bin schon ganz gespannt, wie er aussehen wird. Hoffentlich ist das nicht so ein riesen Ding.
Bis dahin
cheerio
Nicht mehr viel Zeit
Zur Vorbereitung:
Im Vornherein habe ich mir einen Reisepass besorgt, den ich dann, nach für mich relativ kurzen 1 1/2 Wochen, abholen durfte. Mit einem Bild, das wohl eher an ein Verbrecherfoto, als an ein Passfoto erinnert. Nunja, jedenfalls hab ich nun das mit wichtigste Dokument, sogar mit Biometrischen Fingerabdrücken, dass ich für meine Reise benötige. Desweiteren habe ich jede menge Telefoniert und im Internet recherchiert. Mein Vater darf auch an dieser Stelle nicht vergessen werden, der wohl noch mehr als meine Wenigkeit bezüglich der diversen Versicherungen, die zu besorgen waren, getan hat. Es gibt ein so unübersichtliches und großes Angebot von Kranken-, Unfall-, und Haftpflichtversicherungen, aber nur eine Handvoll, die auch Arbeitsverhältnisse außerhalb der EU und dann noch für einen so langen Aufenthalt anbieten. Die Sache die mein Bestes betrifft, war dabei auch so eine Sache. Ein Konto, eine Kreditkarte, Travellercheques zu besorgen. Welches Konto hat die besten Konditionen, welche Kreditkarte eignet sich am besten usw. Nicht einfach, aber ich hab es auch noch nicht komplett hinter mir. Ein Konto werde ich noch auf neuseeländischen Boden eröffnen müssen, aber dazu später mehr. Ansonsten habe ich noch nicht arg so viel erledigt, da ich erst so langsam anfange, alles anzuschaffen. Jedoch habe ich schon ein paar Wanderschuhe, eine Jacke, diverses Infomaterial und weitere Kleinigkeiten, die nicht unbedingt nennenswert sind, besorgt.
Die Reise:
Meine Reise habe ich vor ein paar Tagen gebucht. Zu der Reise selber, ich plane nur grob, da ich nach langer Recherche den Tipp bekommen habe nicht genau zu planen. Da diese Pläne zumeist eh wieder vor Ort, durch zum Beispiel eine andere Arbeitsstelle, verworfen werden können. Ich möchte mein Vorhaben auf der Nordinsel von Aoteaora starten.
Nach ungefähr der Hälfte möchte ich einen KurzTrip nach Australien machen und anschließend wieder zurück nach Neuseeland, diesmal aber auf die Südinsel. In dem Land selber werde ich mich größtenteil zu Fuss oder mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln fortbewegen. Dabei versuche ich so viel wie möglich von dem Land zu sehen, Kultur aufzusaugen und neue Menschen kennen zu lernen. Zum Schluss auf dem Heimflug muss ich in Los Angeles umsteigen, aber ich plane noch den Aufenthalt auf ein paar Tage in Obama-Land auszuweiten, bis ich dann endlich wieder zurück nach Hause komme.
Was erwarte ich von dem Jahr?
Zum einem möchte ich die englische Sprache besser kennen lernen und um Selbstständiger zu werden, auf eigenen Beinen zu stehen. "Aber warum muss es dann gleich Neuseeland und nicht England sein?", fragt sich dann bestimmt der Großteil. Ja gut, die Frage ist berechtigt, aber es gibt für mich auch eine fundierte Antwort darauf. Neuseeland ist neben Australien das Land, dass neben noch ein paar anderen auf Backpacker überhaupt eingestellt ist. Da Australien schon lange überfüllt ist von Rucksacktouris, ist die Wahl dann schonmal kleiner geworden. Die unglaubliche Vielfalt der Natur. Neuseeland hat nicht nur Berge und Gletscher zu bieten sondern so viel mehr! Auch wunderschöne Küsten, Regenwald, kleine "Wüstengebie
te", einen riesigen Strand der als normale Straße genutzt wird, wunderschöne Wandergebiete die auch sehr gut ausgeschildert sind, Vulkane, Krater, Gletscher, Geysire, und in der Gegend um Rotorua ein großes Thermalgebiet mit Tümpeln die in allen möglichen Farben schillern. Und das interessante dabei, all das ist auf recht kleinem Raum. Da ich plane mich größtenteils zu Fuß durch das Land zu schlagen und trotzdem so viel wie möglich erleben will, war das schonmal ein wesentlicher Vorteil. Das Klima ist ähnlich wie in Deutschland, nur ein wenig wärmer. Die Landessprache ist Englisch und man sagt den Kiwis eine besondere Freundlichkeit nach. Diese Gründe sind für mich der ausschlaggebende Faktor, zu meiner Wahl, an das wohl schönste Ende der Welt zu reisen.
Nun gut, ich hoffe ich konnte vorerst mal einen kleinen Eindruck auf mein Vorhaben geben und werde weiterhin schreiben was ich mache und erlebe.
Christoph

