Samstag, 31. Oktober 2009

Dieses und Jenes

So geht die Arbeit nun von Tag zu Tag voran. Jeden Morgen heisst es aufstehen schon um 6 Uhr.... das ist nicht so lustig, als Backpacker ist man ja manchmal alles etwas anders gewoehnt und da gehoert frueh aufstehen nicht immer dazu ;)
Nein schlimm ist es nicht.
Auf geht es dann die genau 8 Kilometer lange Strecke zum Hotel. Am Tor muss man sich immer vorher anmelden, bevor es hinauf geht, damit die Hotelangestelleten wissen, wieviel auf der Strecke unterwegs sind. Der Weg hoch zum Hotel fuehrt entlang durch steile Schluchten und die Strasse ist sehr kurvig und schwierig zu fahren. Der Teil der Hawke's Bay ist aus ziemlich poroesen Untergrund. Die Erde besteht nur aus Sand und vielen, vielen Kieselsteinen. Da es ja in Neuseeland sehr viel Regnet, wird diese Sand/Stein gemischte Erde schnell weggespuelt, dass das Landschaftsbild sehr gepraegt hat. Hier gibt es ziemlich viele Schluchten und man fragt sich welcher reissende Strom wohl diese Schluchten ausgeschlirft hat. Da immer nur ein kleines Rinnsall zusehen ist. Der Wasserstrom in jeder Schlucht sieht eher aus als wuerde er austroknen und dabei ist es nicht so falsch. Die meisten Schluchten hier sind nur aus Regenwasser das sich den Weg vom Land ins Meer sucht. Das macht es umso erstaunlicher, wenn man die teilweise bis zu 50 Meter senkrechten einschnitte sieht, an deren Kanten (noch) grosse Kiefern stehen und man unten am Boden schon die halbverfaulten Kollegen sehen kann.
Aber nicht ablenken. Oben angekommen heisst es umziehen und los geht es. Das Golfauto wird mit all dem bestueckt, was man so braucht. Cleaning Utensilien, Bettlaken und all das womit die Minibar gefuellt wird und los gehts. Wenn jemand zum Fruehstueck geht, geht es ab in die Raeume. Diese Raeume haben vorang, damit all die Gaeste, nichts vom Zimmerservice mitbekommen und beim wiederkommen sich in ihrem frisch hergerichteten Suite wohlfuehlen koennen. Dann kommen die Arrivals. Wenn neue Gaeste kommen, dann heisst es immer aufgepasst. Dort muss man ganz akkurat sein. Diese Raeume werden zweimal geprueft. Einmal von unserem Boss, der aller Housekeeper oder Zimmermaedchen und dann nochmal von dem Manager des Hotels hoechst persoenlich.
Als letztes sind da dann noch die Departures. Das sind die besten Zimmer. Wenn Gaeste das Hotel verlassen und man kann nochmal einen Kecks aus der Cookie-Schale erhaschen. Heute war zum Beispiel sogar ein deutsches Magazin dabei ;)
Nunja, so geht dass jeden Tag aufs neue wieder von vorne los.
Schwierig dabei ist, nichts zur Routine werden zu lassen. Alle Raeume sehen ziemlich gleich aus. Nur Kleinigkeiten sind unterschiedlich, was es schwierig macht. Da diese Kleinigkeiten besonders zu beachten sind, da man diese leicht vergisst und das darf eigentlich nicht passieren und wenn doch bekommt man vom Boss aerger ;)

Das Hotel selber hat auch einen Golfplatz und dort wird kommende Woche die "Kiwi-Challenge" ausgetragen. Ich weiss nicht ob sie in Deutschland im Fernsehen uebertragen wird aber sie soll wohl auf NBC laufen. Falls jemand mal zufaellig darauf stossen sollte.

Das heisst die naechsten Tage muss ich beim Golfplatz mithelfen und da bin ich mal gespannt, was da so alles fuer mich zu tun ist.

Desweiteren bin ich noch immer am suchen wo man denn hier sesshaft werden kann. Ist dort irgendwo eine Mietswohnung frei oder eine Wohngemeinschaft mit freiem Platz, andernfalls muss ich ins Hostel. Ich bin noch auf der Suche :)

Bis dahin alles Gut. Ich werde nun hier bleiben. Das Hotel bietet mir morgen einen Plan an, wieviel Stunden sie mir offerieren, ansonsten habe ich noch eine Stelle als Bademeister in einem sehr schoenen lokalen Schwimmbad in Hastings. Das lukrativste Angebot werde ich dann nehmen. Auch wenn sich das ein wenig arrogant und hochnaessig anhoert, immerhin bin ich Backpacker und an keinen festen Platz gebunden, also kann man mal das Katze - Maus spiel umdrehen und ein wenig Macht ausueben :) Das wollte ich in Deutschland immer mal machen in frueher Vergangenheit und ich hab mich nie getraut.

Meine Fluege fuer Australien stehen noch, am 6 Januar geht es nach Sydney. Dort habe ich 3 Wochen, aber noch keine Plaene, was ich dort machen koennte. Ich will mir auch ehrlich gesagt keine machen, da ich in so kurzer Zeit nicht viele Entdecken kann und mich nur entaeuschen wuerde, wenn ich meine gesteckten Ziele dort nicht erreiche. Also lasse ich es einfach mal drauf ankommen und mache eine Reise ins (hell) blaue, da ich den Zielort ja schon kenne :)

Die Reise nach Amerika ist auch schon fast in trockenen Tuechern. Nur muss sich noch ein Warmduscher endlich dazu entscheiden diesen Schritt zu wagen. Dann waere alles im Lot. ;)
Ich durfte schon ein paar Amis hier kennen lernen und auch einen deutschen der sogar ein halbes Jahr dort einen auf Backpacker gemacht hat und was ich von diesen bis jetzt gehoert habe, ist echt erstaunlich. Ich muss feststellen immer neue Dinge ueber dieses Land zu hoeren und jedes Mal macht es mich neugieriger dort selber mal mir einen Eindruck ueber das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten und der Freiheit zu verschaffen.
Aber vielleicht laesst sich diese Person ja nochmal ueberreden, ich wuerde mich freuen :)

Bis bald

Christoph

Dienstag, 27. Oktober 2009





Lange war Funkstille

Hey, da bin ich mal wieder.. endlich ;)
Die arbeit am Cape geht voran. Leider hab ich es immer noch nicht geschafft ein paar Bilder hochzuladen, aber dafuer werde ich mir zukuenftig Zeit nehemen. Die Arbeit im Hotel ist schon sehr spannend. Ich muss zwar nur die Suites leeren, aber trotzdem ist jeder Tag aufregend. Mit dem Golfauto geht es von Raum zu Raum. All die Utensilien die man benoetigt liegen im Kart und dann wir geputzt. Das ist zwar nicht so der angenehme Teil, aber Arbeit ist Arbeit. So habe ich zum Beispiel letzten Freitag meinen ersten Gehaltsschek bekommen :)
Da ist dann all die Schufterei wieder vergessen.
So ganz zufrieden bin ich jedoch nicht. Ich habe ein anderes Jobangebot in einem Wasserfreizeitpark und bin am ueberlegen dort hin zu gehen.
Im Hotel sind wir nur Taemporaere Kraefte. Das heist, wenn das Hotel nich gut besucht ist, dann bekommen wir nur wenige Stunden, bis keine zusammen und muessen zuhause bleiben. Vor ein paar Tagen durfte ich Tellerwaschen nach meiner Schicht, was gut war. Ich hab von 8 Uhr morgens bis halb 12 Uhr abends gearbeitet. Das war echt klasse. Ich wuerde gerne jeden Tag so arbeiten. Ich hab ja sonst den ganzen Tag nichts zu tun. Manchmal kommen wir schon um 2 von der Arbeit, obwohl man normalerweise noch gern ein paar Stunden arbeiten moechte.
So bin ich halt als am hin und herschwanken welchen Job ich nun nehmen soll. Der Job als Bademeister im Schwimmbad lockt schon sehr. Dort wuerde ich auch pro Stunde mehr bekommen und muesste halt nicht immer Kilometerweit zur Arbeit fahren.
Erkundschaftet habe ich hier in Hawke's Bay auch schon eine Menge. Wir waren in Napier. Eine Stadt etwas noerdlich von hier gelegen. Das ist eine sehr schoene etwas auf einem Berg gelegene kleine Stadt im Art Deco Stil. Sehr schoen. 1930 gab es hier ein Erdbeeben was Hastings total zerstoert hatte und Napier ebenfalls, doch hier in Hastings wurden danach die Gebaeude abgerissen und neue haessliche errichtet. Die Stadt ist auch wie im Amerikanischen Stil aufgebaut. Alle Strassen sind in Rasterform. Keine einzige Kurve, ueber Kilometer. Man kann schnur stracks durch die Stadt fahren, ohne auch nur einmal den Lenker zu bewegen.
Napier dagegen wurde wieder errichtet, indem man die Gebaeude wieder aufgebaut hat und durch das Erdbeeben hat es nun mehr Flaeche als zuvor. Kurz vor Napier war eine Insel. Die Einzige Erhebung in der Bay, abgesehen von den Bergen, die die Bucht einschliessen. Jedenfalls wurde das Land zur Insel durch das Erdbeeben 2 Meter angehoben und nun ist sie mit dem Festland verbunden und darauf hat sich Napier ausgebreitet. Eine sehr schoene Stadt und sogar mit Hafen.
Ansonsten gibt es hier sehr viele Weingueter in der Gegend. Wenn man einen Neuseelaendischen Wein kauft, hat man bestimmt einen aus dieser Gegend oder vom Sueden der Nordinsel.
Auch sonst gleicht die komplette Gegend dem Mediterranen Meer. Es ist sehr heiss im Sommer und trocken. Auch soll Hawke's Bay ein eigenes Klima im Gegensatz zu dem Rest Neuseelands haben. Es kann in ganz Neuseeland regnen, aber hier soll es sonnig, klar sein.
Nur einen kleinen Fehler hat die Sache. Einen haken muss es ja immer geben ;)
Es gibt keinen Sandstrand. Das ist sehr schade. Leider kann man ueberall nur Kieselsteine finden. Zwar sehr kleine, aber es ist kein Sand.
Auch kann man nicht ueberall ins Meer gehen. Wenn man ans Meer geht und die Wellen sieht denkt man nicht naeher drueber nach, man sieht es auch nicht, was das gefaehrliche ist. Der sichtbaren Welle, die man am Strand sieht, folgt auch immer eine unsichtbare, unter ihr. Diese Stroemung ist an manchen Stellen hier Staerker und geht man dort ins Wasser kommt man nicht mehr aus eigener Kraft zurueck. Die Stroemung ist hier so stark und man wird direkt aufs offene Meer rausgeschwemmt.
Aber ansonsten ist es hier sehr schoen. Es ist nur ein Steinwurf vom Meer entfernt, ein paar Kilometer von den Bergen und wenn man zum Lake Taupo will, oder zu den grossen Nationalparken ist man auch nur ein paar Autostunden davon entfernt. Taupo ist zum Beispiel nur 2 Stunden von hier. So kann man eine Menge von hier aus in kurzer Zeit erreichen.
Man kann sogar von einem Punkt aus, dem Te Mata Peak, einen sehr hohen Aussichtspunkt nahe an Hastings und einem Auslaeufer der Bergkette vondem die Hawek's Bay eingekreist wird, den Tongariro Nationalpark sehen. Eine sehr hohe Bergkette die man als grossen Schneebedeckten Berg erkennen kann. Dort ist auch einer von Neuseelands gefaehrtlichsten Vulkanen, die immer noch aktiv sind und ich hoffe, das der Schnee dort schnell taut, das wir mal eine Wandertour dorthin starten koennen. Denn noch ist er gesperrt und zu gefaehrlich.
Zurzeit stehen wir also noch in Clifton, nahe an unserer Arbeitsstelle und gehen so gut es geht jeden Tag arbeiten. Dadurch kommen wir nicht oft in die Stadt und es ist immer ein kleiner Schleif bis nach Hastings rein. Aber in der naechsten Zeit wollen wir uns hier eine Wohnung suchen. Also mal sehen wo es uns hinverschlaegt, hier in Hastings :)
Bis zum naechsten Mal und dann hoffentlich mit Bildern ;)
Christoph

Dienstag, 13. Oktober 2009

Joberfolg :)

Hey da bin ich mal wieder. Mit guten Nachrichten :)
Ich habe einen netten Job gefunden bei einem Hotel.
Es ist die gleiche Art job wie in Paihia nur das ich diesmal Geld dafuer bekomme und ich bin so froh endlich Erfolg gehabt zu haben.
Ich arbeite in einem Hotel nahe dem Cape Kidnappers an der Ostkuesste der Nordinsel suedlich der Hawek's Bay. Das Hotel heisst ebenso Cape Kidnappers und ist unter der Internetseite:

www.capekidnappers.com

zu finden. Wir arbeiten dort als Housekeeper, was soviel bedeutet wie, wir saeubern die Suites, aber es ist eine sehr schoen Erfahrung, dort zu arbeiten und ich lerne ein menge.
Nun bin ich erstmal auf der Suche eine bleibe zu finden. Die letzten Tage habe ich in der Praerieh geschlafen im Auto und da ich bis Anfang Januar hier bleiben moechte um mein Bankkonto auszugleichen, muss ich erstmal ein wenig arbeiten. ;)

Also noch weiterhin ein wenig zu erledigen. Busy times... :p

Wie gesagt es ist noch einiges zu tun im Moment, bis zum naechsten Mal


Christoph

Sonntag, 11. Oktober 2009

Die Jobsuche

Ja da bin ich ja mal wieder am suchen, oder immer noch....
Es ist grausam. Ich bin genau in der falschen Zeit nach Neuseeland gekommen.
Doch schon ein wenig Naiv gewesen. Jedenfalls gibt es im Moment noch nicht die grosse Auswahl.
Nur Wwoofing - Plaetze sind im Moment greifbar.
Obwohl auch die rar sind, da alle die hier ein Gap-year machen, ja auch nicht dumm sind.
In Paihia hatte es ja gleich geklappt mit einem Platz wo ich arbeiten konnte, im Austausch gegen Unterkunft. Aber auf die Dauer, nur an einem Platz ist auch nicht so rosig. So sind wir also nun hier unten in Hastings. Im zweit groessten Fruchtanbaugebiet Neuseelands. In 3 Wochen soll es dann auch endlich losgehen mit thinning und prunning. Dabei schneidet man unnoetige Aeste weg, oder man entfernt ein paar Aepfelknospen, damit die uebrigbleibenden groesser und schoener werden. Wir hoffen dann haben wir endlich Glueck. Solange sind wir auf der Suche nach allem was greifbar ist. Egal was, wir sind jung und willig. ;)
So sind Sara und ich im Moment hier wieder auf Jobsuche.
Fahren von Weingut zu Weingut, von Apfel Orchard zu Apfel Orchard und was sonst noch so nach potentiellem Arbeitsplatz aussieht und fragen nach Arbeit. Wir sitzen in der Buecherei und schlagen in Verzeichnissen nach Arbeitgebern nach, die hier in der Umgebung sitzen und lassen auch sonst keine Chance ungenutzt Leute zu fragen ob sie etwas wissen.
Am Freitag hatten wir ja ein Bewerbungsgespraech fuer Lebensretter in einem Schwimm und Erlebnispark fuer Kinder und Jugendliche hier in Hastings, die Arbeit wuerde aber erst am 9 November starten, was ein wenig lang ist.
Solange wollen wir auf jeden Fall nicht hier herumsitzen und Loecher in die Gegend starren und reisen sieht auch im Moment schlecht aus, da das Geld knapp ist.
Der Autokauf und dann die Reparaturen haben herbe Loecher in die Reisekasse geschlagen.
Nachher haben wir noch ein Vorstellungsgespraech in einem 5 Sterne Hotel mit eigenem Golfplat. Dafuer muessen wir uns dann nochmal schick machen und dann bin ich mal gespannt was daraus wird, aber man soll nichts unversucht lassen und wie heist es doch so schoen, wer nicht wagt, der nicht gewinnt ;)
Zum Bilder hochladen bin ich zurzeit immer noch nicht gekommen, aber heute wollen wir auch vielleicht am Cape Kidnappers uebernachten und dann nehme ich die Fotos gleich noch mit. Also, die gibt es spaeter.
Gestern haben wir uebrigens einen deutschen Touristen gesehen. Der war mit seinem eigenen Auto hier! Jawohl, ihr habt richtig gehoert. Der war mit seinem eigenem Auto da. Er kam aus Lueneburg und hat schon ein ganzschoenes Stueckchen hinter sich. Man konnte dem Gefaehrt aber auch die Offroad - Tauglichkeit regelrecht ansehen. Es war ein 4 x 4 Truck mit einem kleinem Wohnmobilaufsatz, aber alles recht klein und Kompakt. Aber nichts was man beim normalen Wohnmobilhaendler bekommt, da muss man wohl schon laenger suchen.
Mit Sparten und Bohle am Heck falls er sich mal festfahren sollte :D
So dann will ich mal mein Glueck versuchen und mache mich noch schnell ein wenig schick fuer das Interview und los gehts.
Es ist immerhin schon halb 4. Die Uhr wurde uebrigens ende September umgestellt. Wir laufen jetzt auf Sommerzeit und sind euch nun 11 Stunden vorraus. Wenn es bei uns 10 Uhr morgens ist, ist es bei euch noch 11 Uhr abends am Tag davor. :)
Aber auch nicht mehr lange, wenn ihr die Uhr umstellt ende September fuer Daylight saving, dann sind es sogar 12 Stunden, was die Rechnerei allerdings ein wenig einfacher macht.
So und nun muss ich aber wirklich los.
Drueckt mir die Daumen ;)
Christoph

Freitag, 9. Oktober 2009

Long way to Hastings

Hey,



da bin ich mal wieder und habe einen Awesome trip hinter mir.

Es war schon ein ganz schoener Sprung in den letzten Tagen und es ist schon ganz schoen viel passiert, die letzten Tage. Leider hatte ich keine Zeit, mich zu melden, was mir sehr leid tut, aber nun habe ich ja zeit, um dass alles nachzuholen.

Fotos kann ich leider noch nicht hochladen, aber dazu werde ich spaeter kommen.

Wir haben also den schoenen Toyota Estima gekauft und sind dann von Auckland hoch nach Paihia gefahren... jedenfalls wollten wir das. 10 Kilometer vor Whangerei, was die haelfte der Strecke bedeutet, sind wir wegen Ueberhitzung des Motors stehen geblieben.

Das bedeutete Abschleppen und es war 5 als uns der Abschleppwagen in Whangerei vor der Werkstatt abgestellt hat.

5 Uhr... das heist in Neuseeland werden die Bordsteine hochgeklappt. Also eine Nacht in der Stadt schlafen. Im Auto. Nicht dass das so schlimm waere, aber wir konnten ja nicht mehr fahren und zu den oeffentlichen Toiletten war es schon ein wenig. Aber wir lassen uns so leicht ja nicht unterkriegen. Gekocht haben wir uns dann ein paar Nudeln am Strasenrand vor unserem Auto. Mit ein paar Pappkartons zum Windschutz.

Oh mein Gott, wir muessen ausgesehen haben wie Penner :D

Naja, die Nacht haben wir gut ueberstanden und am naechsten Tag kamen wir auch gleich als erstes dran.

Das Problem konnte von den Mechanikern auch gleich gefunden werden ( so dachten wir aber dazu gleich mehr ) und nach einer saftigen Reperaturrechnung ging es dann weiter.



Paihia wir kommen .... oder auch nicht.



10 Kilometer nach Whangerei ... wie sollte es anders kommen, blieben wir wegen dem selben Problem schon wieder stehen. Ueberhitzung des Motors.

Sofort haben wir den Mechaniker wieder angerufen, der uns wieder zurueck zu seiner Werkstatt abschleppen lassen hat und weil es leider an dem Tag dann auch schon zu spaet war um es zu reparieren mussten wir noch eine Nacht in der schoenen Stadt verbringen, den ich nun nicht nocheinmal wiederholen moechte.

Jedenfalls kam uns das Angebot des Bosses der Reperaturwerkstatt sehr gelegen, als er uns fragte, nagut er zwang uns mehr dazu, bei ihm zu uebernachten. Wir nahmen es jedenfalls dankend an und waren froh wieder eine Dusche zuhaben und hatten bei einem Maori, ein sehr schoenen Abend mit BBQ, ein paar Bier und einer netten Unterhaltung.



Am naechsten Tag, ging es zurueck in die Werkstatt und dann wurde festgestellt, dass der Ventilator nicht richtig funktioniert.

Das Problem wurde behoben und schon nach kurzer Zeit konnte der Trip wieder weiter gehen.



Nun hies es also endlich auf nach Paihia. Sara und ich hatten noch ein paar Sachen dort stehen und die wollten wir abholen. Natuerlich haben wir uns auch von unseren ehemaligen "Arbeitskollegen" verabschiedet und sind dann nochmal ans Cape Reinga aufgebrochen.

Wir sind an der Eastcoast hoch an wunderschoenen Straenden mit blauem Wasser und weissen Sand wie in der Karibik vorbeigefahren. Nur hatte es leider geregnet... Neuseeland halt ;) aber die ein und anderen Momente gab es trotz allem, wo man den Mund mit der Hand zuhalten musste.

Am noerdlichsten Punkt angekommen entschlossen wir uns dazu, an diesem einsamen Ort zu uebernachten. Es hat stark geregnet und nochmehr gewindet, aber der Sonnenaufgang am anderen Tag hat diesen schlecht Wetter Tag vom Vortag wett gemacht.



Dann ging es an der Westcoast runter. Vorbei am Tane Mahuta ( The lord of the forest ). Dem groessten oder wohl eher dicksten Baum der Welt. Mit einem Umfang von, ich muss nun luegen 17 Metern. Der Baumstamm ist ganze 70 Meter hoch und geschaetzte 2000 Jahre alt.

Auf den Fotos kommt das leider auch nicht so stark heraus, aber im Vergleichy zu den anderen ( normalen ) Baeumen daneben, ist das ein gewaltiger Baum, andem sogar eine alte deutsche Eiche passen muss.



Vorbei an Hokiangas schoenen Naturhafen zurueck nach Whangerei. Warum Whangerei ? Ja, das Auto war schon wieder nicht ganz in Ordnung. Und warum ? Wir hatten wohl ein wenig pech mit unserem Autokauf. Der Radiator war ueber die haelfte verstopft und die Wasserpumpe vom Kuehlsystem war kaputt und zu guter letzt war der Ventilator ja auch kaputt. Alles zusammen hies das, das Fahrzeug musste frueher oder spaeter ueberhitzen. Jedenfalls laeuft es jetzt und schnurrt wie ein Kaetzchen, auch wenn es ein wenig aergerlich ist, aber wir hatten Glueck an so einen netten Mechaniker herangekommen zu und hatten jedenfalls so eine nette Erfahrung gemacht.

Naja war halt dann nochmal Glueck im Unglueck...



Dann gings endlich los... zurueck nach Auckland. Dort haben wir nochmal einen Tag bei der Gastfamilie geschlafen und haben uns den Tag darauf morgens frueh aufgemacht und sind nach Coromandel . Dort haben wir uns die Cathedral Cove angeschaut. Eine riesige vom Wasser ausgewaschenen Hoele, durch die man durchgehen kann und danach ging es zum Hot Water Beach. Dort kann am Strand nach warmen Wasser graben.
Ja ehrlich... man buddelt einfach ein kleines Loch und es fuellt sich mit warmen Wasser und wenn man nicht aufpasst, dann hat man sich leicht verbrueht, weil es wirklich so heiss ist, aber eine nette Abwechslung. :)
Die Landschaft in Coromandel war sensationell. Dauernd musste man fuer eine schmale enge Kurve bremsen und hatte eine schoene Aussicht auf die naechste verlassene Bucht. Dann ging es weiter richtung Sueden. Doch schon nach kurzer Zeit mussten wir anhalten. Es war schon spaet und eigentlich wollten wir in Tauranga schlafen. Aber die Tankstellen waren geschlossen und die naechste waere 1 1/2 Stunden entfernt gewesen, laut auskunft vom Sherrif. Also hatte er uns eine gute Schlafmoeglichkeit am Hafen besorgt. Ich weiss nicht mehr genau wo es war, aber es war eine schoene Nacht, am Hafen am suedlichen Ende von Coromandel.

Den naechsten Tag ging es dann nach Tauranga, wo ich auf den Mt Manganui geklettert bin. Ein Berg der sich direkt am Meer ein paar hundert Meter hoch erstreckt und ansonsten ist alles flach drumherum, so dass man eine schoene Aussicht hat. Anschliesend ging es nach Rotorua, dort, wo es ueberall nach verfaulten Eiern stinkt und es schoene Gysiere gibt.
Zu guterletzt ging es dann noch zum Lake Taupo, wo wir uebernachtet haben. Leider hatten wir fuer die komplette Strecke nicht so viel Zeit, weil wir heute schon fuer ein Bewerbungsgespraech in Hastings sein mussten. So machten wir also einen Crashkurs durch einen Teil der Nordinsel, aber es war gut um schonmal ein paar Orte zu besuchen um fuer spaeter eine Entscheidungshilfe zu haben, fuer all die Sachen zu haben, was man dann nochmal sehen moechte. Nun sind wir also in Hastings, an der Ostkueste und hoffen das wir bald einen Job bekommen und das das Bewerbungsgespreach erfolgreich war.

Das waere es also von uns. Euch noch alles Gute und bis zum naechsten Blogeintrag, der versprochen nicht ganz so lang wird ;)

Viele viele Gruesse an Euch alle daheim
Christoph