Mittwoch, 5. August 2009

Die Arbeit im Hostel

Jeden Tag geht es um kurz nach 10 los, arbeiten. Wir "cleaner" treffen uns alle im Buero des Chefs und bekommen dann von ihm Aufgaben erteilt, was jeder zu machen hat. Meine Aufgaben bestehen darin die Betten von den Gaesten zu machen, die abgereist sind. Die Muelleimer im ganzen Haus zu machen, was ich ja am liebsten mag. Ja ehrlich, seitdem ich diese undankbare Aufgabe aufgetragen bekommen hab, durchschaue ich auch das Muelltrennungssystem :D
Danach muss ich das komplette Haus staubsaugen. Damit meine ich auch das komplette Haus. Sogar die Duschen, Klos und Badezimmer. Ich dachte zuerst, es sei ein Scherz, aber nein, das ist es leider nicht. Aber halb so wild, dann mach ich das halt auch noch mit.
Der Chef befiehlt, ich fuehre aus. Dann wird das abgesaugte noch gewischt und zu guter letzt wird noch das Feuer gebaut, dass man es am abend nur noch anstecken muss.
Das muss bis halb 1 erledigt sein, sonst muss ich Ueberstunden schufften...wenn man das so nennen darf. Meistens sind wir aber schon um 12 Uhr fertig. Also es ist eine sehr laessige Arbeit. Aber besser als garnichts.
Danach kann ich hier die Gegend erkunden, Tennis spielen, mit dem Mountenbike herumfahren oder mich mit netten leuten aus dem Hostel auf englisch unterhalten, um meine Englischkenntniss aufzubessern ;)
Ich arbeite hier und erhalte im Austausch dafuer eine Unterkunft. Da es hier im Moment ja nicht so gut mit Jobs aussieht, kann ich so meine Kosten im Moment etwas eingrenzen und trotzdem jeden Tag auf Erkundungstour gehen.
Das ganze nennt man auch Wwoofen. Man arbeitet fuer Unterkunft und manchmal sogar auch Essen.
Die anderen Wwoofer hier im Mousetrap haben Aufgaben wie die Kuechen und die Baeder putzen, Bettwaesche und Handtuecher waschen.
Wenn mal nicht so viel zu erledigen ist, oder wir zu schnell waren, kommen dann noch Sonderaufgaben dazu, wie um das Haus kehren, im Beet wueten, kaputt gegangene Dinge reparieren und was sonst noch so anfaellt.

So wiederholt sich das von Tag zu Tag und einen Tag in der Woche hat man frei.

Es ist ein ganz netter Fleck hier und ich habe vor, vielleicht noch ein paar Wochen hier zubleiben. Den ersten Tag off (so nennt man einen freien Tag) habe ich ja dafuer verwendet, um mit dem Auto nach Cape Reinga zu fahren und nun moechte ich mir 2 Tage aufsparen um den Cape Brett Track zu machen. Das ist ein 20 km langer Wanderweg, der auf eine Halbinsel hinausfuehrt, auf der man an einem Leuchtturm uebernachtet und den naechsten Tag geht es dann wieder zurueck.
Danach werde ich dann aber wieder meine Ohren in alle Richtungen offenhalten und wo anders nach einem Job zu sehen.
Mal sehen wo es mich dann hinverschlaegt. Gerne wurde ich ja richtung Taupo, Rotorua, Tauranga, aber mal sehen. Genaueres gibt es dann, wenn es soweit ist.

Christoph

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