Samstag, 15. August 2009

Langer Weg nach Russell

Am Freitag bin ich nach Russel gelaufen. Gleich nach der Arbeit habe ich mich aufgemacht und bin nach Opua gelaufen. Das sind ungefaehr fuenf Kilometer richtung Sueden von Paihia. Entlang geht es am Strand, spaeter durch Wald und durch einen Mangrovenwald, bis man dann endlich in Opua ankommt. Dort gibt es eine Autofaehrverbindung nach Okiato und von dort bin ich dann nach Russell getrampt. Auf der Faehre habe ich einfach die Autofahrer gefragt, ob sie mich mitnehmen und eine nette Dame aus Russell hat spontan gesagt hopp rein und sie hatte mich sogar bis ins Zentrum gefahren. Angekommen habe ich mich aber dann gleich auf die Suche nach dem DOC gemacht. Das ist soetwas wie ein Anlaufpunkt, fuer Besucher, die sich ueber die Umwelt, Flora und Fauna von Neuseeland erkundigen wollen, wie ein Touristeninformations Center. Allerdings kann man dort auch Walkingtracks buchen, die man plant zu machen. Da man hier in Neuseeland oft ueber Maoriland geht oder Privatland wenn man einen Track macht und dafuer muss man meistens Gebuehren bezahlen, damit die Wege instand gehalten werden. Der Cape Brett Track ist so ein Walk fuer den eine Gebuehr erhoben wird und da habe ich mich mal erkundigt, wie das so ablaeuft. Da ich plane dort am Leuchtturm zu uebernachten, muss ich auch fuer das Hut eine Gebuehr bezahlen, damit ich einen Schluessel bekomme und so weiter. Allerdings hatte ich nicht so viel Glueck. Ich hatte mich dort erst ein wenig umgeschaut, da dort ausgestopfte Opossums und Kiwis und lauter andere Sachen zu besichtigen waren und als ich dann den Track buchen wollte, musste ich erfahren das sie schon um 3 Uhr schliessen, aber in meinem Reisefuehrer stand aber 5 Uhr, aber naja, nun habe ich eine Telefonnummer bekommen und erfahren, dass ich das ganze auch ueber das Telefon machen kann und nun ja, so hat sich der lange Weg doch noch gelohnt.
Aber ich habe gleich mal die Chance genutzt und habe mir Russel nochmal angeschaut. Frueher soll es das Hoellenloch des Pazifiks gewesen sein. Die ersten Siedler waren wohl viele Verbrecher, Piraten und anderes Pack, die dann hier Partys ueber Partys am Strand gemacht haben. Heute ist es aber eine sehr schoene und ruhige Kuestenstadt mit schoenen kleinem Steg und alles ist in netten Viktorianischen Stil. Auf einem Huegel ueber der Stadt steht der Flaggstaff. Das ist ein grosser Fahnenmast der Nachts sogar beleuchtet ist und man kann ihn dann sogar hier von Paihia sehen und von dort hat man auch eine sehr gute Aussicht.
Dann musste ich mich aber leider auch schon auf den Rueckweg machen.
Musste ja 10 km zurueck nach Okiato und dann noch von Opua wieder zurueck nach Paihia und es war schon halb 5. Also stellte ich mich in den Ortsausgang von Russel und ich hatte sehr viel Glueck. Nicht viele Autos fahren von Russel nach Okiato, jedefalls nicht zu dieser Zeit, aber wie gesagt, ich fand ein nettes Paar aus England die mich eine Zeit dort beobachtet haben und sie konnten mich nicht so da stehen sehen und haben mich schliesslich nach Okiato gefahren. Sie meinten auch, es war nochmal schoen den Weg bei Tag gefahren zu sein, da es bei ihrer Ankunft dunkel war und sie ihn so nochmal bei Tageslicht gesehen haben.
Um 6 Uhr kam ich dann wieder im Hostel an und ich war gerade noch rechtzeitig. Wir haben zusammen Essen gemacht, da Heike, eine Cleanerin heute am Sonntag uns verlassen hat und das war sozusagen ihre Henkersmahlzeit.
Gestern hat Neuseeland mal wieder gezeigt, dass es auch mal den ganzen Tag regnen kann und wir haben mal den ganzen Tag nur im Hostel verbracht, Brettspiele gespielt und uns nur mal Unterhalten, aber heute sieht es schon wieder besser aus, die Sonne scheint jedenfalls und es sind nur wenige Wolken am Himmel zu sehen.
Also, mal sehen was der Tag so bringt ;)

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