Dienstag, 1. September 2009

Viel passiert ...

Es gibt mal wieder viel zu berichten. Es ist eine Menge passiert. Ich bin zwar noch immer an ein und dem selben Platz und habe noch keine Arbeit, aber wir haben in letzter Zeit eine Menge unternommen, gemeinsam erlebt. Das Wetter ist im Moment etwas wechselhaft und es war die Tage auch etwas kaelter als sonst. Winter halt... Nagut dann fang ich mal an. Ich habe mir auf anraten von Heiner mal Vegiemite gekauft. Awesome! So gut. Nur darf man es nicht wie Nutella aufs Brot schmieren... das erstemal und nie wieder dachte ich. Der Geschmack war so salzig ... uhaaaa.... schmiert man allerdings nur Butter und ein klein wenig von dem schwarzen nach nichts riechenden und bitter salzig schmeckenden aufs Brot, schmeckt es sowas von lecker.
Ich habe auf jedenfall mein Brotaufstrichsortiment erweitern koennen.
Ich hoffe nur, das ich es irgendwo zuhause auf finden kann.


Das im Hintergrund ist uebrigens Caroline aus Irland, die sich aus jedem Foto herausschleichen will, aber diesmal hat es jedenfalls ein wenig geklappt ;)

Ein schoener Regenbogen nur leider zu kurz. Aber ich versuche es weiter. Hier kann man alle 3-4 Tage einen bewundern.


Track nach Opua.
Die Woche sind wir zu neunt nach Opua gelaufen. Die Cleanertruppe und ein paar Gaeste die wir gefragt hatten, ob sie denn nicht auch lust haetten.
Schoenes Wetter und "low tide" die das ganze erst ermoeglichte, da der Weg bei Flut nicht begehbar ist, weil er teils an einer Felsenkueste entlangfuehrt, beschehrten uns wunderschoene Ausblicke in die Bay.


Einen Spaziergang in die Auen.
Direkt hier im Ort kann man keine von den 20 Sheeps pro Einwohner sehen, doch wenn man nur ein wenig in die richtige Richtung geht, dann wird man glatt vom Fell erschlagen.
Auch wenn das gerade nur zwei sind. Es gibt hier Weiden ueber weiden mit Vieh. Eine fette Weide nach der anderen, die eine mit Schaafen, die andere mit Kuehen, die andere nur mit Kaelbern. Und den Tieren scheint es hier recht gut zu gehen. Vor ein paar Tagen konnte ich eine Herde junger Kaelber sehen die anscheinent ein Rennen unter sich ausgetragen hatten.
Das ganze spektakel dauerte 10 min. Ich weiss nicht wieso, aber sie rannten und rannten ohne wirkliches Ziel ueber die Wiese und waren nicht gerade langsam.
Uebrigens... ich habe mal um mir einen Weg abzukuerzen gedacht ich laufe mal schnell ueber einen Acker. Das werde ich aber so schnell nicht wiederholen. Ich hab das Fahrrad ueber den Elektrozaun gehoben und mir anfangs nichts dabei gedacht. Bei uns zuhause merkt man den Strom ja nicht so sehr. Aber hier.... ich hab eine gewischt bekommen, holla die Waldfee. Ich hab richtig zucken muessen, da ich ihn mit dem Becken und mit dem Arm beruehrte. Aber der Stromschlag sitzt mir jetzt noch im Nacken. Also sollte jemand mal hier Urlaub machen und an einen Stromzaun kommen. Lieber vorsichtig ausen herum gehen als drueber hinweg ;)



Ich habe leider kein Bild von unten oder dem Wald. Aber die folgenden 2 Bilder sind von einem Vulkan der sich hier in unserem Wald versteckt. Der Vulkan hat 2 Krater. Was echt lustig ist. Anfangs fuhr ich nur einen Berg hinauf (dachte ich) um ein paar schoene Fotos zu schiessen. Als ich oben war bemerkte ich das auch noch nicht so richtig, weil ich ersteinmal in die Ferne blickte, aber dann sah ich, das sich links und rechts von mir zwei Runde Krater befanden und bei genauerem hinsehen entpupte sich das es sich um einen Vulkan handeln muss.
So zugewachsen und friedlich scheint es aber nicht immer zugegangen zu sein.
Jedenfalls erklaerte sich nun auch der Anblick der Umgebung.
Hier sind wie in der Alpenregion lauter grosse Felsbrocken auf den Wiesen verteilt, was der Vulkan vor tausenden von Jahren wohl ausgespuckt haben muss.
Dazu kommt dann noch, dass es hier sehr huegelig ist, wodurch man ab und zu echt glaubt in den Alpen zu sein und gerade wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin denke ich da immer an die Transalp in 2006 zurueck.



Auf nach Kerikeri.
Am Montag habe ich dann endlich nach 1 Monat gnadenlosen durcharbeitens wieder mal einen Tag freigenommen und bin nach Kerikeri gefahren. Mit dem Fahrrad ueber Stock und Stein. Ueber Privatland. Eine Kontrollstrasse von einem Bauern entlang der diese aeusserst grobe Schotterstrasse zu Kontrollfahrten seiner Herden nutzt. Es war mehr eine Berg und Talfahrt und wohl hat der Weg mehr Bedeutung als das Ziel gehabt.
Jedenfalls war es ein sehr schoener Tag. Ich hatte glueck mit dem Wetter und konnte vieles sehen und geniessen. Oben auf den Huegeln angekommen wurde man zuerst mit einem schoenen Blick belohnt, konnte sich nochmal die Quaelerei anschauen, die man hinauf gekrackselt ist und hatte dann sogar noch ein Abfahrt auf der anderen Seite. Zur Veranschaulichung. Es ist ungefaehr eine Strecke gewesen von Morschen ueber jeden Berg nach Baunatal und zurueck. Zwar gibt es eine Abkuerzung, oder eher einen Weg der zwar ein wenig laenger ist, jedoch fuehrt der eher eben in den Taelern. Dabei haette ich aber nicht solch schoene Ausblicke gehabt.


Das erste Kiwi - Schild das ich hier in Neuseeland gesehen habe. Nachdem ich solange vergeblich danach gesucht habe, aber endlich bin ich fuendig geworden :)


In Kerikeri gibt es auch eine Schokoladenfabrik, in die ich gleich mal einen Blick geworfen habe. Dort kann man den Arbeitern bei der Produktion zuschauen und auch ein paar Proben erhaschen :)


Hier in Paihia gibt es ein Swordfish Restaurant, jedenfalls nennt es sich so und die Tage wurde ein neuer Gebracht.

:D keine Sorge, das ist kein Echter, jedoch in der Tat, ist dies ein orginal getreuer Abdruck des derzeitigen Rekordes. Im Maerz diesen Jahres wurde dieser Schwertfisch mit ueber 500 Kg gefangen. In dem Restaurant kann man die Rekorde der letzten Jahrzente aus Glasfaser bestaunen und auf der Speisekarte auswaehlen.


Auch hab ich mal wieder die Schulbank gedrueckt. Irgendwie sehn ich mich ja danach ;p
Aber in der Tat. Hier in Paihia gibt es eine Grundschule und ich bin zur Schule gegangen und hab einer Unterrichtsstunde zugesehen oder wohl eher habe ich mitgewirkt. Die Schueler waren natuerlich neugierig und wollten wissen, wo ich herkomme, was ich mache, ich fragte sie dafuer aus, wie es denn bei ihnen in der Schule so ablaeuft und so unterhielten wir uns ein wenig. Das war sehr spannend und interessant zusehen. Da es eine Grundschule war, konnte man jede Menge Bilder und Gebasteltes bestaunen und mit dem Lehrer (Mr. Hook) konnte ich mich danach auch noch ein wenig unterhalten und allerlei erfragen.


Hier wird gerade ein grosses Feuer gemacht. Im Hintergrund in den Koerben sind Essensportionen die anschliessend auf das Feuer gestellt werden, dann wird das ganze mit Erde abgedeckt und das nennt sich dan Hangi und ist ein alter Brauch der Maori. Das ist in in der Art wie unser Mal nach jeder Schnitzeljagd nur wird das Essen nicht in der Glut gegrillt. Es werden Steine ueber ein Lagerfeuer erhitzt, dann wird die Kohle weggeschaufelt, sodass nur noch die heissen Steine ueberbleiben, dass Essen wird auf die Steine gelegt und mit Erde abgedeckt.


Das folgende Bild kann leider die Situation nicht so ganz wiedergeben. Ich durfte einer Veranstaltung zuschauen, wo Kinder einen alten Maori-Tanz vorfuehrten.
Im Vordergrund stehen die ganz kleinen, dahinter Maedchen und ganz hinten stehen jungs. Zusammen haben sie auf Maori gesungen und alte Taenze vorgefuerht.
Dabei war auch der Haka, den die Jungen vorfuehren und der mit der populaerste Tanz hier in Neuseeland ist. Demonstriert wird dieser zum Beispiel von den All Blacks vor jedem Rugby Spiel und wer ihn nicht gesehen hat muss ihn sich einfach mal bei Youtube anschauen.
Der Haka ist ein alter und sehr beeindruckender Kampftanz der Maori.


Auch hatten wir wieder einen Verlust. Miranda (rechts im Bild) hat uns verlassen und da gab es wieder einen Braten und ... seht selbst :)




Wer bis jetzt davon nur in Actionfilmen gehoert hat wird sich sicher freuen. Es gibt sie wirklich. Ein Jetpack. Das ist ein Duesenbetriebener oder Propellerbetriebener Rucksack den man sich aufschnallen kann und losfliegen. Bestaunen konnte wir das Jetpack in einem Hotel hier. Eigentlich wollten wir nur vorbeischauen um uns dort zu bewerben. Aber wann bekommt man sowas so schnell wieder zu sehen. Uebrigens durften wir das Geraet auch in Aktion sehen und es klappt wirklich.... aber sehr laut.


Nun bin ich bei heute angelangt. Zwei aus unserem Team haben einen Gutschein zum Fallschirmspringen gewonnen und da heute klares Wetter war, gab es wieder einen Hoehepunkt und sie landeten direkt 50 Meter vor unserem Hostel am Strand.


Das waere aber dann alles, was ich hier die letzten Tage erlebt habe. Ach uebrigens fuer meine Familie zuhause. Ich habe nach 22 Tagen endlich den Brief bekommen. Briefe verschiecken ist ein echtes Abenteuer. Mal sind sie nach 6 Tagen da, und dann wartet man 3 Wochen. Obwohl Luftpost draufstand..... :)

Tschuess und schoene Gruesse nach Hause

3 Kommentare:

  1. Hallo Chrisi,
    ich wollte nur mal sagen, dass wir sehr aufmerksam deinen Blog lesen. Muß ihn für Gerlinde immer ausdrucken, damit sie (und ich schätze Oma Grete) ihn immer nachlesen können.
    Liebe Grüße
    Claudia, Matze und Jannis

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  2. Hallo Chrisi!

    Als ich die Mädchen vor der Schule (oder was ist das?) gesehen habe, fühlte ich mich bei dem Anblick des Spruches über dem Eingang erinnert an die neuseelänischen Namen.
    Und da gibt es eine Kiri Te Kanawa. Eine der besten Opernsängerinnen.
    Hätte sie nicht Ihre Opernkarriere beendet (im August diesen Jahres), hätte ich Dir geraten, sie Dir im Opernhaus anzuhören. Vieleicht singt sie extra für Dich nochmal? Sie wohnt wahrscheinlich irgendwo in Auckland oder so.

    So long and good luck.

    Heiner

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  3. Hallo Christoph,

    Vegemite ist in Deutschland sehr schwer zu besorgen und wenn ist es sehr sehr teuer. Die nächste Vegemite-Anlaufstelle ist wohl Frankfurt.

    P.S. Ich habe heute erst die Adresse von deinem Blog bekommen und schaue gerade mal durch und was soll ich sagen, ich beneide dich sehr.

    Ich wünsche Dir weiterhin eine wunderschöne Zeit

    Eva Arend

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